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ZOV Sportverräter - Spitzenathleten auf der Flucht

Das Interesse der Besucher und der Medienvertreter war nicht nur zur Eröffnung der Ausstellung außerordentlich groß.
Eröffnung der Ausstellung „ZOV Sportverräter“ am 21. Juli 2011 mit einer inhaltlichen Einführung von Dr. Hans Herrmann Hertle von Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam.
Auch viele der interviewten Zeitzeugen nahmen an der Ausstellungseröffnung teil, unter ihnen Karin Balzer, Olympiasiegerin über 80 m Hürden 1964.
Der ehemalige Weltklassesprinter Manfred Steinbach lässt sich vor seinem Porträt von der Künstlerin Laura Soria fotografieren.

Die Ausstellung widmet sich erstmals dem ebenso spannenden wie komplexen Thema „Republikflucht“ im Sport. Seit ihrer Gründung bis zum Mauerfall im November 1989 verließen mehr als drei Millionen Menschen die DDR, viele von ihnen illegal und unter gefährlichen Umständen.

Auch der Sport, ein expliziter Vorzeigebereich des SED-Staates, war erheblich vom Phänomen der „Republikflucht“ betroffen. Hunderte von Top-Athleten wandten sich enttäuscht von der DDR ab und suchten eine neue Zukunft im ideologisch verfemten Westen. Die Hoffnungsträger des sozialistischen Systems wurden somit in der Sicht der DDR-Führung zu seinen „Verrätern“.

Im Mittelpunkt der vom Zentrum deutsche Sportgeschichte e.V., der Künstlerin Laura Soria und der Ausstellungsagentur exhibeo konzipierten dreisprachigen Ausstellung (deutsch/englisch/spanisch) stehen insgesamt 15 ausgewählte Sportlerpersönlichkeiten, deren Fluchtschicksale auf außergewöhnliche Art und Weise in Szene gesetzt werden.

Die in der Videokunst der mexikanischen Künstlerin Laura Soria festgehaltenen Gesichter und Körper erwachen zum Leben, ihre Stimmen erzählen, enthüllen, gestehen und vertrauen an.

Persönliche Erinnerungsstücke, Dokumente und Fotos zum geteilten Leben der Protagonisten in Ost und West runden die Ausstellung ab und bieten den Besuchern Hintergrundinformationen zu Flucht, staatlicher Repression und dem Neuanfang im Westen.

Die von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur geförderte Ausstellung wurde zusammen mit dem Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. vom 22. Juli bis 9. Oktober 2011 im Willy-Brandt-Haus in Berlin-Kreuzberg präsentiert.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. Nähere Informationen über den Umfang der Ausstellung die räumlichen Voraussetzungen finden Sie unter: www.zov-sportverraeter.de/einblicke
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:
Dr. Michael Schäbitz
Mobil: 0179-8096517
E-Mail: m.schaebitz(at)exhibeo-berlin*de

Weitere Informationen unter:
www.zov-sportverraeter.de

 

 

Letzte Änderung dieser Seite:  2. January 2012